Schweden: Kanutour auf der Rejmyre-Runde

Kanutour auf der Rejmyre-Runde
-Sommer 2013 in Schweden-

Text: Peter Peuker
Fotos: Karin Simke und Peter Peuker


Bei der Wahl für unsere diesjährige Kanutour im Schwedensommer, fiel die Entscheidung auf eins der seenreichsten Gebiete der Provinz Östergötland. Die Kommune Finspång im Norden hat ca. 365 größere Seen und eine Vielzahl kleinerer namenloser Gewässer.
Am beschaulichen Ort Rejmyre, in dem es Schwedens drittälteste noch in Betrieb befindliche Glashütte gibt, ist unser Startpunkt der Tour.
Unsere Kanuroute ist eine Rundtour über 8 Seen und ein schmales Flüsschen. Es wird auch Umtragungen geben, aber wie viele wissen wir noch gar nicht so richtig. Am Ende sind es denn vier. Die kürzeste davon ca.50 m und die längste ein paar hundert Meter auf einem schmalen Pfad durch den Wald. Die langgestreckten eher schmalen Seen haben unzählige Buchten und Inseln. Eine gute Papierkarte oder eine digitale im GPS-Gerät sind sehr hilfreich, um auf Kurs zu bleiben. Große offene windexponierte Wasserflächen sind kaum vorhanden. Außer in Rejmyre und bei Hävla gibt es keine Ortschaften und so gut wie keine Bebauung an den Seen. Touren über 3 Tage bis hin zu drei Wochen sind hier sicher möglich, denn das Seengebiet hat im Westen und im Norden Anschluss an weitere Kanugewässer.

Übersichtskarte der Rejmyre-Runde:
Östjuten (Start) - Hemtvaren - Mellantvaren - Långtvaren - Gäddån - Regnaren (Gölstorpsfjärden, Perstorpsfjärden) - Vagnaren - Stöparen - Hunn (Ziel)

Häufig lese oder höre ich, dass doch eine Kanutour erst dann ein richtiges Abenteuer sei, wenn sie in einem abgelegenen Gebiet stattfindet und die nächste menschliche Ansiedlung möglichst weit entfernt liegt. In Schweden ist der Klassiker dafür das Gebiet der Rogenseen. Aber um es vorweg zu nehmen, auf unserer Rogentour 2006 sind wir so einigen Paddlern bzw. Paddelgruppen begegnet und auf dieser Tour weder dem einen noch der anderen. Sicher lassen sich beide Paddelgebiete nicht vergleichen, aber sogenannte Abenteuer lassen sich auch finden, ohne ein Superlativ zu setzen.
Bevor es losgehen kann sind von uns noch einige logistische Vorbereitungen zu treffen. Das Tourengepäck muss sortiert und zusammenpackt, ein lästiges Prozedere, sowie das Auto zum Zielpunkt gebracht werden. Letzteres ist nicht allzu aufwendig, da unser Tourenziel nur ca. 4 km entfernt liegt. Die Runde paddeln wir im Uhrzeigersinn, beginnen auf dem Östjuten und enden auf dem Hunn.


beim Tourenstart ziehen düstere Wolken über dem Östjuten auf

 


im Camp Nr. 1 am Ostufer des Östjuten werden wir schnell "heimisch"

 


nach langer Reise ist unsere Dascha vollkommen knülle

 


Kaffee am Morgen gehört bei uns zum Tagesstart einer Tour

 

das Flüsschen Gäddån schlängelt sich durch den Busch

 


auf schmalen Pfaden - schweißtreibend trotz Bootswagen

 


am Ende der Portage treiben uns die Mücken am Gäddån schnell aufs Wasser

 


Klamotten trocknen nach einem Wolkenbruch

 


einsames "Traumland", Camp Nr. 2 am Regnaren

 


die alte Schmiede bei Övre Havlabruck

 


Schwedin Camilla erklärt uns fachkundig wie damals hier gearbeitet wurde

 


auf historischen Pfaden paddeln wir weiter in Richtung des Sees Hunn

 


einsame Bucht mit Sandstrand - ein besserer Platz ist wohl kaum zu finden

 


Camp Nr. 3 am See Hunn

 


in schwedisch Blau strahlt es morgens überm Hunn

 


am Ziel im Sportboothafen von Rejmyre

 

Davor und Danach

Småland

Bevor es auf Kanutour ging feierten wir mit den Schweden in Småland das Mittsommerfest (schwed. Midsommar). Bei Tanz, Gesang und Spaß um die Mittsommerstange (majstång) mischten wir uns am Midsommarafton (Freitag vor dem Mittsommertag) unter das Volk. 

 

 

 

 

Dalarna/Hedmark

Nach unserer Kanutour auf der Rejmyre-Runde ging es an den Österdalälven (Dalarna) und an die Glomma in Norwegen (Hedmark) zum Fliegenfischen.


die Mädels machen es sich unterm Slogbod gemütlich...

 


... und Herrchen schleudert Fliegen durch die Luft

 


Österdalälven in Dalarna

 


der Erfolg bleibt dann irgendwann doch nicht aus

 

Jotunheimen Nationalpark

In den Hochtälern des Jotunheimen Nationalpaks kraxeln wir ein paar Tage zwischen den höchstens Gipfeln Norwegens. Nach den Temperaturen zu urteilen ist hier jedoch der Winter gerade erst vorbei.

Silberwurz (norw. Reinrose) im Leirdalen

 

Gletscher Tverråbraen

 


im Visdalen, im Hintergrund der Store Urdadalstinden (2.147 m ü. NN)

 


Stabkirche in Lom, der Ort ist das Tor in den Jotunheimen Nationalpark 

 


ein Platz mit toller Aussicht

 

Värmland

Auf der letzten Station waren wir einige Tage auf den Spuren der Wölfe in den Wäldern Värmlands unterwegs.


Schädel eines jungen männlichen Elchs

 

 


Wolfslosung - gut erkennbar sind Haare, Knochenstücke und eine Klaue (Schale)

 

 

Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst.

Bernhard von Clairvaux

 


ein starkes Team

 

Noch mehr Reiseberichte über unsere Touren mit Rucksack, Kanu und Zelt im Nordland findet ihr hier und auf

Northtrail.de

 

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Kanutour auf der Rejmyre-Runde


Hej Peter,

schöner (wenn auch kurzer) Reisebericht, aber extrem tolle Fotos.

Hier in Mittelschweden ist der Winter nun auch vorbei, der Schnee fast fort und wir freuen uns, endlich wieder "in die Natur" zu kommen. Deine Bilder machen jedenfalls richtig Lust.

Gruss Rwitha

Danke für das Feedback


Hej Rwitha,

danke für dein Feedback und viele Grüße nach Schweden. Ja, ich habe diesmal nur wenig Text, aber dafür enthalten die Bilder und die Bildunterschriftenja auch viele Informationen.

Med vänliga hälsningar

Peter 

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