Schweden: Der Bärenbestand sinkt - das zeigen neueste Berechnungen

In einer Pressemitteilung vom 4. Juni informiert das schwedische Naturschutzamt über aktuelle Berechnungen vom Frühling 2014 zur Populationsentwicklung der Braunbären.
Resultat - die Populationsentwicklung ist negativ mit einem Rückgang von 3,2 Prozent pro Jahr. Gegenwärtig hat Schweden rund 2.800 Bären im Vergleich zu den 3.300, die es in der Vergangenheit gegeben hat. Der negative Trend wird vor allem durch den sinkenden Bärenbestand um 8 beziehungsweise 7 Prozent pro Jahr in den Provinzen Norrbotten und Jämtland verursacht.

Eine wahrscheinliche Erklärung für den Rückgang ist, dass sowohl die Lizenzjagden als auch die Schutzjagden auf Braunbären gestiegen sind. Die Entnahme durch die Bejagung ist höher als die Reproduktion der Bären.

- Laut der letzten Populationsberechnung sinkt der Bärenbestand in der Provinz Norrbotten seit einigen Jahren. Die Erhöhung der Lizenz- und Schutzjagden im Land hatte zur Folge, dass in den letzten Jahren mehr Bären  geschossen worden sind. Die Senkung des Bestandes ist eine von der Landesverwaltung bewusst gewählte Strategie, um die von Bären im Frühling und im Sommer in der Rentierwirtschaft während der Kalbungszeit verursachten Schäden zu begrenzen, sagt Sven-Erik Österberg, Chef der Provinzialregierung.

Mark Marissink, Abteilungsleiter beim Naturschutzamt meint dazu,
- Das Naturschutzamt schätzt ein, dass die Braunbären trotz des Rückgangs einen günstigen Erhaltungsstatus haben, weil die Population weit über dem Referenzwert von 1.400 Tieren liegt.

Ab kommenden Herbst soll es ein neues Programm für das Monitoring sowohl für Bär als auch Wolf geben. Dieses wird zusammen mit Norwegen ausgearbeitet, um die skandinavischen Populationen besser zu überwachen.
Wie bisher stützt sich das Monitoring auf DNA-Analysen von den draußen eingesammelten Losungen und Beobachtungen der Jäger. Ein hoher Anteil von Jägern und anderen, die in Wald und Flur unterwegs sind, macht das Monitoring erfolgreicher.


auf Monitoringtour in Värmland, Schweden
(Foto: Karin Simke)

Quelle: Naturvårdsverket, 4. Juni 2014

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