Schweden: Maximal 10 % der Rentiere sollen von Raubtieren gerissen werden dürfen

Der schwedische Reichstag hat am vergangenen Dienstag dem Regierungsvorschlag zur zukünftigen Raubtierpolitik zugestimmt. Der Beschluss beinhaltet u.a. auch, dass die Anzahl der von Raubtieren gerissenen Rentiere einer Samengemeinde bei einem Niveau von maximal 10 Prozent liegen soll.
Inhaltlich dreht sich der Beschluss vor allem um die Größe des Raubtierbestandes. Also wie viele Raubtiere erfordert es, um einen günstigen Erhaltungszustand gemäß der FFH - Richtlinie der EU zu bewahren.
Der Reichstag beschloss am Ende den Regierungsvorschlag in seiner Gesamtheit. Dieser beinhaltet, dass der Braunbärenbestand von seinem derzeitigen Niveau von ca. 3.300 Tieren auf ein Minimum von 1.100  abgesenkt werden soll. Der Wolfsbestand soll von zur Zeit ca. 350 Individuen auf 170 - 270 Tiere, die Luchse von ca. 1.650 Individuen auf eine Untergrenze von 700, die Vielfraße auf ein Minimum zwischen 750 bis 500 Tiere und die Steinadlerbrutpaare um 50 reduziert werden.
Die Regierung will, dass die Absenkung des Bestandes an Luchsen, Vielfraßen und Bären in erster Linie in den Regionen erfolgt, wo der Schaden in der Rentierwirtschaft am größten ist.
Schätzungen zufolge werden jährlich fast 70.000 Rene von Raubtieren gerissen, was 25 Prozent des gegenwärtigen Bestandes entspricht.
Von den Rentierhaltern wird die Einführung des Toleranzniveaus von 10 Prozent begrüßt, auch wenn der Samenrat, Sametinget, eine Toleranzschwelle von 5 Prozent beantragt hatte.

Quelle: Ođđasat.se, 10. Dezember 2013


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