Schweden/Norwegen: Dritter Jungwolf aus dem Tiveden-Revier geschossen

Das schwedische Naturschutzamt informiert in der Pressemitteilung vom Mittwoch (2.7.2014), dass nun ein weiterer der genetisch außerordentlich wichtigen Jungwölfe aus dem Tiveden-Revier geschossen wurde. Das war bereits der dritte Vorjahreswelpe aus diesem Revier, der im Rahmen einer sogenannten Schutzjagd starb. Wie bei Nr. 2 erfolgte der Abschuss in Norwegen, Provinz Oppland fylke. Die Schutzjagd fand schon am 15. Mai statt, aber erst später bestand durch das Ergebnis der DNA-Analyse über die Herkunft des Tieres Klarheit.
Diese Jungwölfe aus dem Tiveden-Revier sind besonders bedeutsam für die Senkung des Inzuchtkoeffizienten der Wolfspopulation in Schweden und Norwegen, da beide Elterntiere aus der Finnisch-Russischen Population stammen.

Im zeitigen Frühling 2013 wurden die über die finnische Grenze zugewanderten Wölfe aus einem Rentierwirtschaftsgebiet in der nordschwedischen Region Tornedalen, Provinz Norrbotten, in die Gegend von Tiveden nach Süden umgesiedelt. Dort etablierten sie sich und wurden ein reviermarkierendes Wolfspaar. Dieser "Umzug" der Wölfe war der erste erfolgreiche, da die Tiere nicht wie bei bisherigen Umsiedlungen zurück in die Regionen der Rentierwirtschaft nach Norden wanderten.
Im Sommer 2013 wurde bei dem Tiveden-Wolfspaar ein Wurf mit 5 Welpen nachgewiesen. Jeder der Welpen war somit nicht mit den Wölfen der von Inzucht betroffenen skandinavischen Wolfspopulation verwandt. Aus diesem Grund bestand in Schweden eine große Hoffnung darin, dass diese Wolfswelpen sich später reproduzieren und ihre wertvollen Gene innerhalb der Population weiter vererben.

Die Abschüsse dieser 3 Jungwölfe widerspricht dem erklärten Ziel der schwedischen Raubtierpolitik, den Inzuchtkoeffizienten zu senken. Genetisch aus der Finnisch - Russischen Population abstammende Wölfe sollen eine tragende Säule des Wolfsmanagements und der damit verbundenen genetischen Verbesserung bilden. 

Zusammenfassung und Übersetzung aus dem Schwedischen: Peter Peuker

Quelle: Naturvårdsverket, 2. Juni 2014

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