Schweden/Südlappland: Wieder Schutzjagdantrag auf die Junsele-Wölfin

Die ursprünglich aus der Karelischen Population stammende "Junsele-Wölfin" ist einem erneuten Jagddruck ausgesetzt. Die Samengemeinde Süd-Vilhelmina (Südlappland) hat beim schwedischen Naturschutzamt, Naturvårdsverket, einen Schutzjagdantrag auf die Wölfin und ihren Rüden gestellt. Das Revier des Wolfspaares erstreckt sich auf einer Fläche von 100.000 ha (1.000 km²) in einer Region nördlich der Ortschaft Junsele in den Provinzen Västernorrland und Västerbotten.
Bisher wurden sieben von den Wölfen getötete Rentiere aufgefunden, aber die Samengemeinde ist der Auffassung, dass die Dunkelziffer größer ist. 40 Wolfsattacken gab es bisher, bei denen Rentiere getötet und Rentiergruppen versprengt worden sind, die sich bereits im Weidegebiet befinden.
Die Rentierzüchter schreiben in ihrem Antrag, dass sie versuchen wollen die Rentierherden auf der Wanderung zu den Winterweidegründen so zuführen, dass sie nicht in das Wolfsrevier gelangen. Die Rene sollen gegebenfalls auch mit Fahrzeugen um das Wolfsrevier transportiert werden.
Diese Verfahrensweise hat aber nach Aussagen der Rentierzüchter folgende Konsequenzen:

  • die Rentiere gelangen bereits jetzt in die Frühlingsweidegebiete, die eigentlich erst im März und April genutzt werden sollten
  • die gestörte Weideruhe erhöht die Sterblichkeit von erwachsenen Tieren und Kälbern
  • ein großes Risiko für Konflikte mit benachbarten Weidegebieten angrenzender Samengemeinden
  • Beeinträchtigungen des dörflichen Gemeinwohls in der Samengemeinde durch die steigenden  psychischen, physischen und ökononmischen Belastungen

Quelle: Svenska Rövdjursföreningen, 06.02.2014

Mehr Infos zur Junsele-Wölfin, die auch als "Russische Wölfin", "Rote Wölfin" oder "Susi" in Schweden bekannt wurde auf AmarokTV.de .

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